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Stress-Level und Leistung

Stress-Level

Das optimale Stress Niveau

Dein Stress Niveau im Handeln ist wichtig:
  • Wenn Du nicht unter genug Stress stehst, wird meist Deine Leistung leidet, weil Du Dich langweilst und nicht motiviert bist.
  • Wenn Du unter zu viel Stress stehst, kannst Du ebenfalls feststellen, dass das Ergebnis leidet, weil Du es schwer finden wirst, Dich auf Deine Technik zu fokussieren und bei Deiner Vorstellung auch nicht in den Flow geraten kannst.
  • Bei einem mittelmäßigen Stresslevel dazwischen liegt der Bereich der Höchstleistung. Wenn es Dir gelingt, in diesem Bereich zu bleiben, wirst Du erregt bzw. aktiviert genug sein, um eine hochklassige Leistung abzulegen, ohne dass Dich der Stress niederdrückt oder unglücklich macht.

Das Gesetz von Yerkes-Dodson zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen Stresslevel und Leistung gibt. Das Yerkes-Dodson-Gesetz wurde von den Forschern Robert M. Yerkes und John D. Dodson aufgestellt.

Der Begriff Stresslevel war hier synonym mit dem physiologischen Erregungsniveau (Arousal Level).

Im Gesetz von Yerkes-Dodson wird das Stresslevel mehr oder weniger mit dem Erregung/Arousal Level gleichgesetzt

Da die Beziehung in einem Diagramm die Form eines umgekehrten U hat, wird es manchmal als Modell des umgekehrten U bezeichnet. Leistung kann sich auf alle Arten von Aufgaben beziehen, wie z. B.

  • eine kognitive Aufgabe (Denken, ein Problem lösen),
  • eine sportliche Leistung oder
  • Aufgaben wie Autofahren und dergleichen.
Nach diesem Gesetz scheint es ein optimales Belastungsniveau zu geben, das eine maximale Leistung bringt. Gibt es keine oder zu wenig Belastung, ist das Leistungsniveau gering. Ist der Stresspegel hingegen zu hoch, „kippt“ die Grafik und die Leistung sinkt.

Faktoren, die die Erregung/das Erregungsniveau erhöhen können

– Angst,
– starker Leistungsdrang,
– Koffein und
– Umgebungslärm.

Faktoren, die das Erregungs-Niveau senken können 

– Barbiturate
– Schlafmittel
– Beruhigungsmittel,
– geringer Leistungsdrang
– Schlafmangel.

Wechselwirkung der Faktoren

Die Forschung hat auch gezeigt, dass diese Einflüsse sich gegenseitig verstärken oder abschwächen können.
Beispielsweise kann die Einnahme von Koffein (Steigerung der Erregung) den negativen Effekt von Schlafmangel (Abnahme der Erregung) kompensieren.
Auch Persönlichkeitsfaktoren wie Introversion oder Extroversion können die Grafik beeinflussen.
Laut Hans Eysenck sind Introvertierte hinsichtlich der Gehirnfunktionen aktivierter als Extrovertierte. Das könnte seiner Meinung nach erklären, warum Introvertierte unter Stress schlechter abschneiden als Extrovertierte: Immerhin sind sie schon näher am optimalen Level (bzw. Wendepunkt der Grafik). Der extrovertierte Mensch hingegen profitiert aufgrund seiner „Untererregung“ von Stress.

Ursachen für Leistungseinbußen

Über die Ursachen der Leistungsminderung bei zu viel Stress oder Erregung gibt es  unterschiedliche Meinungen.
Eine Möglichkeit ist, dass bei viel Stress eine Art geistige Einengung eintritt, wodurch man sich in der Wahrnehmung zu sehr auf die Hauptthemen konzentriert und Nebenthemen oder Details vernachlässigt.
Eine andere Möglichkeit ist, dass bei zu hoher Erregung die Leistungsgeschwindigkeit auf Kosten der Genauigkeit zunimmt. Gerade bei komplexen Aufgaben können diese beiden Faktoren nachteilig sein.

Eine dritte Möglichkeit ist, daß  Zustände, die eine erhöhte Erregung hervorrufen, mit Faktoren emotionaler oder kognitiver Art wie Sorge, Ablenkung durch eigene Gedanken, Versagensängste und dergleichen einhergehen, die eine optimale Konzentration auf die Aufgabe verhindern.

Das einfache umgekehrte U-Modell hat hat sich als nützliches Erklärungsmodell für einige Phänomene in den Bereichen Lerntheorien, Erregung, Aufmerksamkeit, Stress, Emotion und Motivation erwiesen.

Finde Dein optimales Stress Niveau

Eine effektive Möglichkeit herauszufinden, auf welchem Stress Level Du am besten arbeitest ist es, ein Protokoll zu führen. In ihm solltest Du die Qualität jeder Arbeits-, Lern- oder Trainingseinheit bzw. Vorstellung festhalten, zusammen mit dem Stress Niveau, das Du während der Aktivität empfunden hast.

Solltest Du eine Stress Monitoring Ausrüstung besitzen und Deine Leistung bewerten können, wird Dir das harte, objektive Zahlen liefern, die Du in Deinem Protokoll benutzen kannst.

Wenn Du dazu die Möglichkeiten nicht hast, dann zeichne Deinen subjektiven Blick auf die empfundenen Stress Niveaus und die Qualität der Leistungs-Einheit auf.

Überprüfe nach einiger Zeit dein Leistungs-Protokoll.

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