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Stressoren zu Weihnachten

Stressoren: Warum gibt es Stress zu  Weihnachten?

Vor allem die Vorweihnachtszeit wird von vielen Menschen als stressig erlebt.

  1. Überforderung vor Weihnachten

Die Tage vor dem Weihnachtsfest sind meist mit zusätzlichen Aufgaben und Hektik angefüllt: Plätzchen backen, Geschenke suchen, kaufen, verpacken und ggf. versenden; für das Festessen einkaufen; den Weihnachstbaum besorgen und schmücken; Weihnachtskarten (eCards) schreiben und versenden, die Wohnung reinigen und in Ordnung  bringen, usw.

Wenn wir dann den Weihnachstabend erreichen sind wir ziemlich müde und ausgelaugt. Mit diesen strapazierten Nerven sind wir gereizt, haben kaum Geduld und Toleranz gegenüber der Macken unserer „Lieben“ und schon die kleinste kritische Andeutungen wird zum Auslöser für entladenden Konflikt.

  1. Zu große Sehnsüchte

Leise schneit es draußen, wir sitzen heimelig bei Kerzenschein im Warmen mit unseren Lieben beisammen.

Die zu großen romantischen Erwartungen von einer erfüllenden Situation von Liebe und Geborgenheit werden oft enttäuscht. Dann zweifeln wir an uns selbst oder geben den anderen die Schuld dafür.

  1. Pflichtgefühle gegenüber Familie und Verwandtschaft

Aus einem Pflichtgefühl gegenüber Angehörigen der Familie und Verwandtschaft laden wir zum Fest Menschen ein, die wir nicht gut leiden können. So kommen dann im Verlaufe des Abends oder des Festes alte Streitpunkte wieder auf den Tisch: Die Schwiegermutter nervt mit ihrem ewigen Gejammer über ihre Krankheiten, der Schwager raucht im Raum, obwohl wir das absolut nicht ertragen wollen, die Schwägerin brüstet sich mit ihren unartigen Kindern, die doch so wohlgeratenen seien.

  1. Konfrontation mit den Familienmitgliedern

Wir sind es im Lebensalltag nicht gewöhnt, gemeinsam einfach nur glücklich zu sein und einen Abend oder einen ganzen Tag zusammen zu genießen.

Weihnachten werden wir  plötzlich eine Zeit lang auf engem Raum mit sämtlichen Familienmitgliedern konfrontiert und können nicht ausweichen. Das führt zu energetisch-emotionalen Spannungen, die sich ggf. auch entladen.

  1. Widerspruch zwischen Bedürfnissen und Geschenken

Wir haben eine ganz bestimmte Vorstellung von dem, worüber sich die anderen bestimmt freuen und was wir den Angehörigen dann kaufen, schenken und anbieten. Das trifft mitunter nicht auf deren Bedürfnisse und daraus entstehen Spannungen und Streit. Dazu gehört auch lange vorbereitetes, üppiges Essen, daß wir extra für die anderen kochen.

Der Handel hat dann nach Weihnachten viel mit Rückgabe und Umtausch zu tun.

  1. Heikle Themen zu Weihnachten

Die zwangsläufige Zeit des Beisammensein nutzen wir, um miteinander zu reden und endlich mehr von den (erwachsenen) Kindern über deren Leben, deren Pläne usw.. zu erfahren. Das sind mitunter heiße Themen: „Wann machst Du Dein Examen?“ „Wann heiratet Ihr?“ „Warum läßt Du so selten etwas von Dir hören?“ „Wann kommt denn endlich der Nachwuchs?“ „Warum hast Du Dich von Deinem Mann getrennt?“

Unsere Kinder fühlen sich bedrängt, wehren sich dagegen, indem sie still werden oder plötzlich laut herausbrechen und den Weihnachtsstreit vom Zaun brechen.

  1. Alkohol bringt Unterdrücktes hoch

Alkohol ist einer der schlimmsten Dickmacher und ein gefährliches Zellgift, das bereits in geringen Mengen zumindest schwächt. Auch wenn man meint, manches nur gedämpft ertragen zu können, zur Erleichterung daran denken, dass ein Glas Rotwein im selbem Maß dauerhaft als Hüftspeck gespeichert wird wie ein Stück Torte. Oder auch einfach nur den peinlichen Kontrollverlust bei denen beobachten, die diese Regel nicht beachten. Dann vergeht einem normalerweise bereits die Lust an jedem weiteren Glas.

Der zu Weihnachten konsumierte Alkohol fördert zudem die Bereitschaft zu Streiten, weil er die Zungen lockert.

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