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Stress-Erleben bewirkt Schutz-Reaktion

Stress-Erleben bewirkt Schutz-Reaktion

Auf eine Bedrohung von innen oder außen löst das Stress-System des Menschen eine Schutz-Reaktion aus.

Ein Stressor wirkt auf das System ein und bringt es aus seinem Gleichgewicht (Homöostase). Das ist eine Bedrohung für die Stabilität oder Existenz des Gesamtsystems.

Darauf reagiert das Nervensystem und löst als Stressantwort unterschiedliche körperliche Reaktionen aus. Diese dienen dazu, sich der Belastung (Überlastung) anzupassen, und den Zustand des Ungleichgewichts wieder auszugleichen oder auf einem neuen Niveau einzupegeln (Allostase).

Nach der Wahrnehmung des Stressors erfolgen kaskadenartige Reaktionen:

1) Die erste Reaktionskaskade erfolgt über das vegetative Nervensystem durch eine Aktivierung des Sympathikus, mit dem Ziel, den Körper für einen Kampf oder die Flucht bereit zu machen (Fight or Flight). Alle Funktionen dafür (Kopf, Herz, Muskulatur und Immunsystem) werden aktiviert.

Andere Funktionen, die in der akuten Stressantwort keine Rolle spielen, werden gehemmt (z.B.  die Darm- und Nierentätigkeit). Diese erste Stressantwort über den Sympathikus ist nur auf etwa 10 Minuten ausgelegt.

2) Die zweite Reaktionskaskade erfolgt etwas verzögert über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse). Nach den ersten 10 bis 15 Minuten wird aus der Nebenniere Cortisol ins Blut abgegeben – das sogenannte Stresshormon (das eigentlich „Lebenshormon“ heißen sollte).Cortisol sorgt als Gegenspieler zum Schlafhormon Melatonin u.a. auch dafür, dass wir hellwach bleiben und weiter Energie mobilisieren. Gleichzeitig leitet es das Immunsystem dorthin, wo es gebraucht wird. Insgesamt leitet es auch wieder das Ende der Reaktion ein: Cortisolspiegel einer gewissen Höhe bekommt eine negative Rückkopplung, wodurch die HPA-Achse wieder gehemmt wird und das „Spektakel“ als Reaktion auf einen Stressor ist vorbei.

Bis dahin gibt es keine bleibenden Probleme für den Organismus.

3) Wenn der Stressor nicht in 10 bis 20 Minuten neutralisiert werden kann (etwa Probleme mit einer Hypothek, ein Beziehungs-Konflikt oder eine negative Arbeitsstelle), dann kommt der Organismus in chronischen Stress, der zu Problemen führt.

(11) Die Nebenniere muß ständig Cortisol produzieren, was sie überfordern und erschöpfen kann.

(12) Zellen können unempfindlicher gegen Cortisol werden.

(13) Der Bedarf nach zusätzlicher Energie steigt: z.B. Heißhungerattacken

Die Organe, die während einer akuten Stressreaktion gehemmt werden, bleiben nun langfristig eingeschränkt:

(21) Der Darm, die Nieren, die kleine Muskulatur, die beispielsweise unsere Wirbelsäule stützt,

(22) Auf hormoneller Ebene wird die Ausschüttung anderer Hormone, die nicht der Stressantwort dienen, unterdrückt (Schilddrüsenhormone, Sexualhormone)

(23) Weil hohe Energie-Mengen benötigt werden, wird die Darmwand  durchlässiger, was das Risiko für Infektionen und Entzündungen erhöht.

(24) Die zelluläre Immunantwort bekommt durch Cortisol langfristig eine Dämpfung.

Die Auswirkungen von chronischem Stress gehen weit. Jede Symptom-Therapie wird wenig Erfolg bringen, weil die ursprüngliche Ursache der andauernden Stress-Reaktion unbeachtet bleibt.

Bei psychischem Stress wird zusätzlich unser „Angstzentrum“ eingeschaltet.

Der Stress-Spirale entkommen

Neue Informationen und verständliche Erklärungen können helfen, aus der Stressspirale zu entkommen und die Gesundheit wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Dabei geht es darum,

  1. . die Stressoren identifizieren und analysieren (häufig ist es eine Summe von Stressoren)
  2. – die Stress-Situation neu zu bewerten,
  3. – die Ressourcen zur Stress-Bewältigung zu erkennen,
  4. – die Chancen zur Milderung oder zum Stoppen der Stress-Reaktion zu nutzen.,

um damit die Ursachen für entstandene Symptomen aufzulösen.

Stress-Resilienz fördern

Maßnahmen, die die eigene Resilienz fördern sind hochgradig individuell.

– Alles, was den Parasympathikus, also den physiologischen Gegenspieler stimuliert ist nützlich. Das schafft eine ausgleichende Komponente, die einen flexibler auf Stressoren reagieren lässt. Solche Interventionen können sein

  • – Entspannungs-Musik,
  • – Atemübungen,
  • – Massagen,
  • – Yoga,
  • – Meditation,
  • – Gurgeln,
  • – Singen,
  • – Kältereize und/oder Wärmereize,
  • – Augenübungen,
  • – Koordinationsübungen,
  • – Kampfsport oder
  • – Bewegungsspiele.

Am besten funktioniert dasjenige, was der Betreffende regelmäßig tun will und kann, ohne damit die nächste Stressreaktion auszulösen.

Aus der Evolution bekannte Stressoren, wie Hunger, Durst, Hitze oder Kälte können einen großen positiven Einfluss auf unsere Stresstoleranz haben
Wenn man dazu etwas findet, das Freude bereitet, ist das sehr gut für Heilung und Selbstwirksamkeit.

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