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Atme gegen den Stress 

Atme gegen den Stress 

„Wie Stress unsere Atmung verändert: Unter Druck atmen wir viel schneller.“ (Sigrid Lauff)

Unter Druck bzw. Stress atmen wir viel schneller. Bis zu 30 % der Bevölkerung atmen oberflächlich, schnell und abgehackt (chronische Hyperventilation), befinden sich in permanentem Lebens-Stress.

Dadurch sinkt der CO2 Gehalt im Blut, der für die Steuerung der Atmung zuständig ist, was auf Dauer zu körperlichen Beschwerden führt, u.a.

  • – verminderte Gefäßdurchblutung und des Gehirns, Ansteigen des Hirndrucks, nicht mehr klares Denken
  • – Das Blut wird alkalisch (PH-Wert) und die biochemische Zell-Regulation wird gestört: Muskelzucken, Krämpfe und Übererregbarkeit.

Die richtige Atmung ist wichtig für 

  • – Dein Wohlbefinden und Gesundheit,
  • – Deine Konzentration,
  • – Deine Leistung.

Mit bewußter Atmung kannst Du leicht selbst Deinen Stress abbauen, aufmerksamer und konzentrierter sein.

Teste Dich: Wie atmest Du normalerweise?

1. Lege oder stelle die Stoppuhr auf Deinem Handy gut sichtbar vor Dich hin.
2. Setze Dich bequem hin.
3. Atme eine Minute lang, und zähle dabei, wie oft Du ein- und ausatmest (Zählweise: einmal ein- und ausatmen = 1, wieder ein- und ausatmen = 2 … ).
Wie viele Atemzüge hast Du gemacht?

Notiere Dir die Zahl

Deine Atmung ist für Dein Wohlbefinden und Deine Konzentration wichtig.

Mit bewußter Atmung kannst Du leicht selbst Deinen Stress abbauen oder aufmerksamer und konzentrierter sein..

Drei Kriterien richtigen Atmens

1. Atme tief in den Bauch

– Flachatmung ist nur unter bestimmten Umständen sinnvoll und setzt dann automatisch ein, wenn Dein Organismus aufgrund einer Bedrohung auf den Kampf- oder Flucht-Modus umschaltet und alle anderen Funktionen, wie die Verdauung oder das Denken, zurückgestellt werden.

– Flache Atmung führt im normalen Alltag zu Muskelverspannungen, dadurch zu weiterer gesamter Anspannung, und dadurch verstärkt sich wiederum die Tendenz zur flachen Atmung.

– Wenn Du flach statt tief atmest, gelangt nicht so viel Sauerstoff, wie eigentlich möglich, in Dein Gehirn. Sauerstoff ist der „Treibstoff“ für Deine Gehirntätigkeit.


Praktiziere immer die tiefe Bauchatmung (Zwerchfellatmung).

Bei tiefer Bauchatmung tritt die Bauchdecke beim Einatmen deutlich sicht- und spürbar hervor und die Flanken dehnen sich seitlich. Erst danach dehnt sich der Brustkorb. Die Schultern heben sich beim Atmen nicht!

Die Wirkungen der Bauch-Atmung:

– Die Lunge ist im unteren Teil viel besser durchblutet als im mittleren und oberen Teil

– Du kannst mehr Sauerstoff einatmen und dieser wird aufgrund der besseren Durchblutung im unteren Lungenbereich auch besser aufgenommen.

– Dein Gehirn wird für Deine Denktätigkeit besser mit Sauerstoff versorgt und die verarbeitete Luft verläßt als Kohlendioxid den Körper.

2. Atme durch die Nase
Die Nase säubert mit den kleinen Nasenhärchen und der Nasenschleimhaut die eingeatmete Luft von Staubteilchen. Der Mund ist dagegen für die Filterung der Atemluft ungeeignet.

Durch das Ein- und Ausatmen durch die Nase wird zugleich die Wärme der durchfließenden Luft sowie die Luftfeuchtigkeit geregelt.

3. Verlangsame Deine Atmung
Der Mensch macht durchschnittlich in Ruhe etwa 12-18 Atemzüge pro Minute. Er braucht also jeweils etwa 2 Sekunden für jede Ein- und jede Ausatmung.

Wenn Du schneller atmest, kann das auf Anspannung und Stress hindeuten. Indem Du bewusst sehr langsam atmest (6 bis 10 Atemzüge pro Minute),

– förderst Du die innere Entspannung,

– erzeugst Du ein tiefes Gefühl der Gelassenheit

– tust Du etwas für besseres konzentriertes Denken und Arbeiten.

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